Digitalisierung: das DE in Industrie

Die Digitalisierung ändert die Spielregeln unseres Alltags, unseres Berufslebens, unserer gesamten Wirtschaft und Gesellschaft. Auch die Industrie wandelt sich schon heute – und ist Treiber, Vorreiter und Gestalter des digitalen Zeitalters. Unsere Zukunft ist digital. Wir haben noch viel vor.

Smarte Produktion: vernetzt, flexibel, individuell

Unter dem Schlagwort "Industrie 4.0" prägen intelligente, digital vernetzte Systeme mehr und mehr die Art und Weise, wie in Deutschland produziert und gearbeitet wird. Einfach gesagt: Industrie 4.0 ist, wenn der Kotflügel der Maschine sagt, dass er blau lackiert werden soll. Wenn Schrauben mit Montagerobotern kommunizieren. Wenn das Regal im Fabriklager selbstständig Nachschub ordert. Oder wenn Funkchips individuelle Kundenwünsche an Produktionsanlagen übermitteln.

Keine Industrie, keine Digitalisierung

Die Industrie wird aber nicht nur selbst vernetzter und flexibler. Sie macht es erst möglich, dass die Digitalisierung unser Leben verbessern kann. Denn was nützt die beste Sicherheitsapp, wenn kein Türsensor die verdächtigen Bewegungen an unser Smartphone meldet? Was bringt eine Videokonferenz ohne Kameratechnik? Und wie kann Telemedizin chronisch kranken Patienten helfen, wenn es keine Geräte gibt, die Pulsschlag oder Blutdruck an den Arzt weitergeben? Dank der Industrie können wir von den vielfältigen Möglichkeiten der virtuellen Welt profitieren.

Chancen nutzen – Know-how sichern

Ohne die Kompetenzen der Beschäftigten werden digitale Technologien weder in den Betrieben entwickelt, noch erlangen sie dort die entsprechende Reife, um sich auf internationalen Märkten durchzusetzen. Gerade im digitalen Zeitalter brauchen wir breite Weiterbildungs- und Qualifizierungsangebote. Genauso wichtig ist es, dass wir Berufsbilder weiterentwickeln, die duale Ausbildung stärken und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf vorantreiben.

Klar ist aber auch: Die Digitalisierung muss europäisch angegangen werden. Wir brauchen einen digitalen europäischen Binnenmarkt und einen europäischen Ordnungsrahmen, um so Investitionen in Schlüsseltechnologien zu erhöhen, damit Europa bei digitalen Schlüsseltechnologien wieder unabhängiger wird. So brauchen wir unter anderem einen klaren und verlässlichen europäischen Rechtsrahmen, der für fairen Wettbewerb in der Digitalisierung sorgt. Dazu gehören internationale Standards bei der Datensicherheit.

Die Digitalisierung als Chance zu begreifen – dafür machen wir uns als Bündnis stark. Es muss in Deutschland möglich sein, die mit "Big Data" verbundenen Möglichkeiten nutzen zu können und IT-Sicherheit und Datenschutz dabei zu befördern. Dafür gibt es keinen Masterplan. Wir brauchen ein digitales Innovationssystem, das Vielfalt fördert und zulässt.

Das Bündnis begrüßt die "Digitale Strategie 2025" des BMWi. Gemeinsam gestalten wir die digitale Zukunft.

Seite drucken

Mediathek

Zur Mediathek